Sonntag, 29. November 2015

San Cristobal de Las Casas

San Cristobal ist eine mäßig große Stadt in den Bergen Chiapas. Sie hat ein sehr hübsches Zentrum und lockt damit uns mit der traumhaften Umgebung viele Touristen an. So auch mich.
Die Busfahrt von Palenque war zwar einerseits sehr mühsam, weil wegen der ständigen Speed Bumps selten mal über 30 gefahren würde.
Andererseits war sie aber auch sehr schön, weil man aus dem Fenster atemberaubende Landschaften beobachten konnte.
Zuerst gings durch den Jungle und später wurde es immer mehr zu Nadelwald der teilweise sehr vertraut österreichisch und dann wieder meditäran wirkte. 









Palenques Busbahnhof ist ein Ort der Begegnung und so traf ich dort meinen nächsten Travelbuddy, Patrick aus Südtirol. Er meinte er hätte ein ganz lässiges Hostel in San Cristobal und ich bin ihm dorthin gefolgt. Abermals hat sich das als tolle Entscheidung herausgestellt. Das Iguana Hostel hatte eine tolle Atmosphäre mit lustigen Leuten und super Blick vom Dach aus.





Mehr als eine kurze Stadtbesichtigung war nicht mehr drin. Durch die Einkaufsstraße gings vorbei am Hauptplatz mit Kathedrale eine  Hügel zu einer Kapelle hinauf.
Die Stadt hat durch die Hügel und abwechslungsreichen sowie oft schön dekorierten Häuser viel Charme.









Am zweiten Tag hab ich eine Ganztagestour zum Wasserfall El Chiflon und den Seen Lagos de Montebello gemacht. Beide Spots waren wirklich schön, ich lasse hier einfach die Bilder sprechen. Leider war allerdings das meiste vom Tag Autofahrt, da es durch halb Chiapas an die Grenze Guatemalas ging. Auf dem Bild wo ich als ganzes drauf bin kann man im Hintergrund sogar nach Guatemala sehen.
Ein Erlebnis war das Essen in einer kleinen Hütte mit urigem Flair.















Den Tag drauf bin ich zunächst ein bisschen gemütlicher angegangen. Auf einem Spaziergang durch die Stadt bin ich dann auf das Haus Na Bolom gestoßen. Diese Museum/Hotel bzw die zugehörige Organisation wurde vor 60 Jahren von Frans und Gertrude Blom aufgebaut und setzt sich für sie Erhaltung des Regenwaldes Chiapas sowie die Rechte der indigenen Bevölkerung ein.
Gertrude Blom wurde für ihr Engagement von der UN für "Verdienste zur Erhaltung einer gesunden Welt" ausgezeichnet.
Der schön hergerichtete Garten des Hauses ist eine kleine Oase in der Stadt.
Auch toll ist die Bibliothek, die Literatur über die Maya Völker und die Gegend frei zugänglich macht.







Der hiesige Markt ist wirklich spitze. Hier wird auf engem Raum alles verkauft, von Gemüse und Fleisch bis Keramik und Spielzeug. Macht wirklich Spaß da durch zu gehen. Ich mags auch bei den kleinen Lokalen auf den Märkten zu essen. Das ist meistens unkompliziert, billig und gut.
Interessantes Erlebnis war das öffentliche Klo des Marktes. Ich musste recht dringend und hab mich schon auf übles eingestellt. Nicht schlecht überrascht war ich als ich eins der bisher saubersten Klos der Reise hier auffand.


















Zum Abschluss San Cristobals hab ich mich dann noch in Richtung einer Fledermaus Höhle aufgemacht. Die sollte angeblich auf einem Pfad hinter einer Orchideenfarm, die auch sehr schön ist, liegen. Den Pfad bin ich gegangen, die Höhle hab ich leider verpasst.
Blöderweise bin ich am Weg recht heftig umgeknickt und mein Knöchel ist jetzt angeschwollen. Speziell blöd ist das, weil ich morgen eine Radtour und die nächsten Tage wandern geplant habe. Naja wird schon gehn.

San Cristobal war bisher die beste Stadt. Überhaupt hat mir Chiapas sehr gut gefallen und es ist schade, dass ich nur so wenig Zeit dort hatte. Weiter geht's jedenfalls nach Oaxaca.

Freitag, 27. November 2015

Palenque

Yucatan liegt hinter mir. Nun bewege ich mich im Bundesstaat Chiapas. Chiapas ist einer der zwei ärmsten Bundesstaaten Mexikos. Soweit ich das beurteilen kann gibt es hier vor allem Landwirtschaft und Tourismus.

Angekommen bin ich in Palenque um 6:30 nach einer frostigen Nacht im Bus. Ich glaube der Fahrer hat nach jedem Stopp die eh schon kalt eingestellte Klimaanlage noch um eine Stufe kälter gedreht. Um selbst wach zu bleiben oder aus reinem Sadismus, ich weiß es nicht.

Ich hab die Grenze zwischen den Bundesstaaten zwar nicht gesehen, aber gespürt. Hier in Chiapas werden Geschwindigkeitsbegrenzungen durchgesetzt. Und zwar in Form von Speed-Bumps. Die gibt's alle 50m und wenns mal keine gibt, dann helfen Reifen große Schlaglöcher aus. Alles in allem ergibt das ein recht holpriges und langsames Fahrerlebnis hier.

Am Busbahnhof habe ich noch ganz diesig eine auch allein reisende Kanadierin kennen gelernt, die mich für den Tag begleiten sollte. Es war nett mal nicht ganz alleine unterwegs zu sein.
Wir hatten beide relativ wenig Plan wie das alles abzulaufen hat und sind kurzerhand in ein Sammeltaxi in Richtung des Touristen Magneten Palenques, den gleichnamigen Ruinen mitten im Jungle, gefahren.



Auf der Straße gibt's viele Unterkünfte. Wir sind bei einem raus gehupft und haben einen echten Glücksgriff gelangen. Da El Pachun ist eine Hostel/Hotel/Camping Anlage mitten im Jungle mit zwei Restaurants und echt günstigen Übernachtungen.




Wir haben einen simplen Bungalow mit zwei Betten für ca 9€ erstanden und nach einem kurzen Frühstück gings ab zu den Ruinen.
Dort angekommen haben wir uns noch zwei Deutsche und zwei HongKongolesen aufgegabelt und gemeinsam einen Guide gebucht, der aus ein paar leblosen Steinen,  mit ein paar Geschichten, ein Erlebnis macht.

Die Anlage ist in zwei geteilt. Der Hauptteil mit den wichtigen Tempeln ist offengelegt und restauriert. Daneben gibt es im Jungle noch unzählige kleinere, nicht wiederhergestellt Gebäude.
Die Ruinen mit dem Jungle Hintergrund sind wirklich toll und im Gegensatz zu Chichen Itza kann man sie auch teilweise erklimmen. Da die Anlage auf einem Hügel ist, sieht man sehr weit ins Land hinein. Obwohl die Tempel ansich nicht so beeindruckend sind wie die in Chichen Itza, hat mir Palenque ob der Atmosphäre besser gefallen.
Leider gab's auch hier Souvenierhändler am Gelände und leider hatten auch sie die Jaguartröten, aber es war weit nicht so aufdringlich wie in Chichen Itza.










Im Jungleteil gab's zwei Highlights. Zuerst konnte man Brüllaffen sehen, die man schon von weitem hören konnte. Dann gings an eingestürtzten Steinruinen vorbei durch den Wald zu einem Wasserfall hinter dem sich eine kleine Höhle versteckt.







Nach einem Mittagessen wollten wir noch den zweiten Hotspot der Region erkunden. Agua Azul ist ein Wasserfall der eben mit seinem blauen Wasser lockt. Leider waren wir dann schon zu spät dran und aus Hotspot wurde Stadtrundgang, in einer Stadt die leider nicht wirklich viel zu bieten hatte.




Am Abend hat sich dann erst gezeigt was für ein Glücksgriff das Hotels war.
Auf einer Bühne im Restaurant traten zwei echt lässige Bands auf die mexikanisch Lieder zum Besten gaben.
Danach gab's dann noch ne Feuershow.
War echt eine nette Draufgabe auf einen netten Tag.




Roberto mit seinem Mexikaner Dijeridu und die Kanadierin Sophia