Samstag, 21. November 2015

Mexico City #1

Meine Reise beginnt in Mexico City und wird auch dort enden.
Ein Mitgrund für die Auswahl der Destination waren meine beiden Studienkollegen Itzel und Isabelle.



Itzel lebt mit ihrer Familie im Norden Mexico Cities und ich kann für die Dauer meines Aufenthalts bei ihr unternommen. Im Haus leben Itzel, ihre Eltern, Bruder, Schwester und Oma auf relativ engem Raum und trotzdem hatte ich tollerweise mein eigenes Zimmer dort.
Am ersten Tag gabs eine special guided tour mit den Mädels und ein Mexiko 1x1 survival training.
Wichtigster part des Trainings war der Kauf einer sim Karte. 4G Internet in ganz Mexiko - nice!
Die Tour ging durchs Centro historico, Parque Mexiko und Torre Latino amerikano.
Letzterer war einmal das höchste Gebäude Lateinamerikas. Das muss allerdings im letzten Jahrhundert gewesen sein; in Gehreichweite gab's mindestens 3 höhere Gebäude. Dennoch hat man einen tollen Ausblick über eine Stadt die keine Grenzen zu haben scheint. Schon beim Hinflug kam ich ins Staunen ob der endlosen Lichter. Falls es jemand noch nicht weiß: Mexico City ist groß, sehr groß.

Centro Historico fand ich persönlich mäßig spannend. Es war Feiertag, weswegen zwar erstaunlich wenig Verkehr auf den Straßen, dafür aber umso mehr Verkehr auf den Fußgängerzonen war. 
Die Architektur ist vielfältig und interessant. Sie erzählt die Geschichte eines Landes das oft und gerne erobert wird. 
Generell haben mir die Grünflächen gefehlt. 
Die haben wir dann im Parque Mexico besichtigt, aber auch dort hatte man ob der bescheiden Größe nicht das Gefühl dem Tumult der Stadt zu entgehen. 
Was man Mexico City lassen muss ist, dass in den schöneren Gegenden die Gehsteige mit Bäumen bepflanzt sind, was die Stadtmosphere ganz gut auflockert.








An Tag 2 hab ich mich per Bus Richtung Parque Chapultepec aufgemacht. Die Fahrt war einige Kilometer entlang einer der Hauptverkehrsachsen "Reforma" und zum ersten Mal zeigte sich das erwartete Verkehrschaos. Abschnittsweise wär man zu Fuß schneller gewesen, aber im großen und ganzen nicht übler als die Tangente um 8.
Der Bus war natürlich gesteckt voll und ich bin im Zuge der etwa 40 minütigen Fahrt vom vorderen Teil in die Mitte des Buses geflossen. 

Parque Chapultepec ist der größte Park Mexico Cities mit einigen Museen, kleinen Seen, einem Zoo und einem botanischen Garten gespickt, der mit seinen fünf Kakteen und sieben Bananenbäumen seinen Namen kaum verdient. 
In der Mitte der Anlage ragt auf einem Hügel das Castel Chapultepec, welches unter Anderem vom Kaiser von Mexiko, Ferdinand Maximilian von Österreich, gebaut und bewohnt wurde. Das Castel bietet einen weiteren guten Blick auf die Stadt und beinhaltet ein nationalhistorisches Museum. 
Das Museum ist vollständig auf spanisch - vielen Dank für die touristenfreundlichkeit. Am beeindruckendsten waren so und so die großen Wandgemälde, genannt Miros, die zumeist von der kriegerischen Historie Mexikos erzählt. 

Mein Nachmittag war geprägt von der Suche nach einem Lokal das das Österreich - Schweiz Spiel zeigt bzw zeigen kann. Die Suche hat mich ins Schwulenviertel Zona Rosa geschwemmt. Obwohl die Mission erfolglos in einem Starbucks mit dem ebenfalls erfolglosen Versuch des Streaming endete, war es ein netter Spaziergang durch eine belebte Gegend mit einem Street Food Highlight in Form eines Straßegrills. 
Österreich hat das Spiel 1 - 2 verloren und ich bilde mir ein, das meine Abwesenheit ein nicht unentscheidender Faktor der Niederlage war. Am selben Tag hat übrigens Mexiko sein WM Qualispiel gegen Honduras 2 - 0 gewonnen, was zur Hochstimmung unter anderem bei Itzels Bruder sorgte. 

Nachdem ein großer Kaffee meinen "16:00 damn bin ich müde" Schock geheilt hat, gings auf in Richtung eines Spielzeugmuseums. Ein ganzes Haus voll mit Spielzeug und allem was danach aussieht. Am Dach war mein eigentliches Ziel - ein kleines Exposé hiesiger Graffiti Künstler bzw Jugendlichen die damit von der Straße geholt werden sollen. Echt interessantes Haus und nachdem ich kaum Zeit hatte, hab ich vor es bei meiner Mexico City Rückkehr genauer zu besichtigen. 

Am Abend hab ich mich dann noch mit Itzel im Künstlerviertel Coyoacan getroffen und Churros, sowie einen gegrillten Mais genossen. Schaut nach einem coolem Viertel aus, aber ich war zu dem Zeitpunkt schon ziemlich hinüber und der Drang Richtung Bett war sehr groß und auch bald erfolgreich. 









An Tag 3 habe ich die Basilica de Guadalupe erkundet. Die Basilica ist jährlich Pilgerziel von Millionen Christen Lateinamerikas und dementsprechend großzügig angelegt. 
Die ursprüngliche Kirche versinkt auf einer Seite ein paar Meter in den Boden, was man von vorne zunächst nicht sieht und drinnen ein sehr komisches Gefühl auslöst. Deswegen und wegen dem zu geringen Platz wurde direkt daneben, by the looks of it in den 60er Jahren, eine neue riesige Kirche errichtet. Am Hügel und dessen Hang ist ein durchaus ansehnlicher Maria Huldigungs Park errichtet. 

Am Weg heim hab ich dann noch ein nettes kleines Bahnmuseum mitgenommen, das abermals komplett in spanisch war. 
Obwohl mein spanisch von Tag zu Tag besser wird, ist es trotzdem noch auf einem sehr rudimentären level und ich konnte im Museum nicht herausfinden warum es heute nurmehr eine Zugstrecke (El Chepe) in Mexiko gibt. 




Das soll es schon gewesen sein mit meinem ersten der zwei Mexico City Aufenthalte. Es ging per Flugzeug Richtung Cancun bzw Isla Mujeres. Dafür wie groß die Stadt ist, ist ihr Flughafen übrigens ziemlich klein und in die Jahre gekommen. Dafür ist er direkt in der Stadt, was angenehm ist.


2 Kommentare:

  1. natürlich war deine abwesenheit ein nicht unentscheidender faktor für das 1:2, aber Ilsanker hat dich gut vertreten!

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  2. Vor dem Diego Riviera sind wir auch schon gestanden!
    Viva Mexico und Dir alles Gute.

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