Dienstag, 24. November 2015

Valladolid, Chichen Itza & Merida

Sorry für die lange Postpause. Text ist schnell erstellt und ich hab genug Zeit dafür in den Busfahrten, aber Fotoupload und Einbindung ist ein bisschen mühsam, vorallem mit dem Handy. Eigentlich würde ich von Google etwas besseres erwarten. Anyways, ich hab einen etwas komfortablere Weg gefunden und jez sollts wieder flotter gehn. 

Valladolid ist die drittgrößte Stadt Yucatans und die nächste Station auf meiner Reise. Ich wollte sie Stadt vor allem als Ausgangspunkt für die Maya Stätte Chichen Itza nutzen. Wie sich herausgestellt hat wurde es noch viel mehr.

Hingekommen bin ich mit dem in Mexiko preferierten Fernleisemittel Bus.
Es gibt sie in erste und zweite Klasse, beides zu erschwinglichen Preisen und beide mit erstaunlichem Komfort. Für die 2 stündige Fahrt von Cancun nach Valladolid im 1. Klasse Bus hab ich circa 9€ bezahlt.
Die erste Klasse hat den Hauptvorteil zwischen den Destinationen nicht stehen zu bleiben und ist damit schneller. Es gibt eine Klimaanlage und es spielt ein Film auf ein paar Bildschirmen. 

Das richtig tolle, und das haben erste und zweite Klasse gemein, sind die komfortablen Sitze. Sie sind gut gepolstert und man hat ausreichend Platz. Da kann sich Dr. Richard noch was abschauen.



Valladolid ist eine schmucke Stadt im Schachbrett- und Kolonialstil. Ich glaub es gibt kein Gebäude das mehr als 2 Stöcke hat und auch keine Hügel. Das Zentrum mit seinem schön hergerichteten Hauptplatz samt Kathedrale ist wirklich schön anzusehen und mit vielen kleinen Geschäften bestickt. Interessantes Detail sind Doppelsitze in entgegengesetzter Richtung.






Eine Attraktion der Gegend sind Cenotes, natürliche Wasserpools umgeben von wilder Botanik, in denen man sogar teilweise baden kann.




Kulinarisches Highlight sind Tortas. Köstliches, in würzige (aber nicht scharfe) Sauce eingelegtes, scheinbar tagelang gekochtes Schweinefleisch wird mit einer Zwiebelmischung in herrlich weiches Weißbrot getan. Mhhhm Lecker und das ganze für circa eine Euro.




Chichen Itza ist etwa 50 Minuten Busfahrt von Valladolid entfernt. Schon am Parkplatz ist klar was man vor allem betrachten wird: Touristen. Busweise werden sie hergekarrt.
Allerdings durchaus zurecht. Auf etwa 2ha zeigen sich viele beeindruckende Maya- bzw. Tolteken Ruinen. Hauptattraktion ist El Castillo, die 25m hohe Pyramide im Mayastil. Massen an Touristen bauen sich davor auf, machen Fotos in allen möglichen Posen und klatschen in die Hände.
Warum klatschen sie in die Hände? Nicht (nur) weil sie sich so freuen, sondern weil das einen ganz interessanten Widerhall erzeugt, ähnlich einer unverstärkten Saite.
Die Mayas huldigten den Jaguar als heiliges Tier des Krieges. 

Heute noch folgen die Einheimischen dieser Tradition indem sie am gesamten Gelände in Holzpfeifen blasen die das Brüllen eines Jaguars imitieren.
Entweder das oder sie wollen mit dem äußert lästigen Geräusch auf ihren, einem der tausend, Souvenierstand aufmerksam machen. Diese Standln nehmen leider ein gutes Stück Atmosphäre vom Park weg.
Trotzdem ist Chichen Itza beeindruckend und wird wohl nicht die einzige Maya Anlage bleiben die ich mir anschaue. Bin schon gespannt auf den Vergleich.






Weiter gings nach Mérida, Hauptstadt Yucatans. Die Stadt hat einen ähnlichen Stil wie Valladolid nur doch merkbar größer. Zum Schachbrett Kolonialstil samt impulsante Kathedralen, kommt hier noch ein mehrspuriger Boulevard mit Barockgebäuden und Statuen hinzu. 




Mérida hat vorallem in Sachen Kunst und Kultur viel zu bieten. Das merkt man auch am deutlich älteren Touristenpublikum. Bin froh den Cancun Amerika Pack hinter mir zu haben.
Highlight ist der schön rausgeputzte Hauptplatz. Die umliegenden Regierungsgebäude sind fast alle offen und an deren Wänden sind impulsante Gemälde ausgestellt.
Am beeindruckendsten sind die Murales (große am Ort gefertigte Wandgemälde) im Palacio Municipal, die von der Geschichte der Maya Unterdrückung bzw Aufständen erzählen.
Am Abend gibt's am Hauptplatz jeden Tag Vorführungen der Einheimischen, ich habe mir traditionellen Tanz angesehen.







Auch in Mérida gibt's Tortas, hier mit Huhn und ein wenig anderer Würze. Auch geil, aber kommt nicht an die in Valladolid heran, aber vielleicht ist das auch nur Glorifizierung des ersten males.
Ich hab hier auch mein Street food Unhighlight gegessen. Blutorange mit viel Chili und Salz. Chili alleine wär ja vielleicht noch geil gewesen, aber wie man salzige Früchte gut finden kann muss man mir glaub ich noch erklären.

Am Ende meines Mérida Aufenthaltes hab ich mir dann noch die Haare schneiden und mich rasieren lassen von einer netten Dame. Ist schon ein interessantes Gefühl jemanden den man kaum versteht mit einer Rasierklinge an seine Gurgel zu lassen. 
Das Ergebnis sehr ihr dann in den nächsten Posts. 



Alles in Allem fand ich Mérida schon nett, aber Valladolid besser.
Weiter geht's mit dem Nachtbus nach Palenque, aber das ist eine andere Geschichte.

3 Kommentare:

  1. kann/darf man auf die pyramide auch raufgehn?
    die cenotes schauen urig aus - das richtige zum abkühlen!

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  2. Weiter viel Freude bei Deinen Aktivitäten!
    Lese gerne mit

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  3. superschöne Fotos. Auf die Pyramide kriecht in der Abendsonne Gott Federschlange rauf - sehenswert!.
    Wir hatten heute - 6 Grad, das sollte zur Abkühlung reichen.
    Kalte Grüße aus Klosterneuburg ;-(.

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